Wie Schwarzarbeit dem Handwerk schadet und sich in der Hochzeitsbranche ausbreitet!

schwarzarbeit handwerk

Machen wir uns nichts vor, Schwarzarbeit ist ein Thema das besonders im Handwerk immense Schäden anrichtet. Und auch vor der Hochzeitsbranche macht die Schwarzarbeit keinen Halt, ganz und gar nicht!

2018 ist ein Jahr in dem ich und auch viele meiner Kollegen mit einer wahren Flut von neuen Dienstleistern zu kämpfen haben. Das betrifft jetzt nicht nur die Sparte Hochzeitstorten und Sweet Candy Table, sondern nahezu alle Bereiche besonders aber Hochzeitsfotografie, Hochzeitspapeterie, Weddingplaner und Styling… Natürlich sind viele der neuen Kollegen legal angemeldet, aber die Zeiten wo jeder jeden kannte in der „kleinen“ Hochzeitsbranche gehören endgültig der Vergangenheit an.

So ist der Markt und jeder für sich muss sehen wie er sich und seine Dienstleistung auf dem großen Feld der Hochzeitsdienstleister positioniert, um weiterhin Brautpaare für sich gewinnen zu können.

Soweit so gut! Was überhaupt nicht gut ist, dass hier nicht mit gleichen Bedingungen angetreten wird. Die Aufzählung sämtlicher Fixkosten eines korrekt angemeldeten Selbstständigen/Handwerker, die möchte ich euch ersparen. Ich glaube auch so, leuchtet es jedem ein, dass jemand dem keine Steuern, Versicherungen und sonstige Verpflichtungen durch die Selbstständigkeit entstehen, weil er alles unter der Hand macht, dieser wirklich um ein vielfaches billiger sein kann. (Über die Einhaltung von Hygienevorschriften und Allergene-Listen reden wir lieber nicht!)

Zum Glück sind meine Brautpaare in der Regel noch nie die gewesen, die auf der Suche nach dem billigsten Angebot sind. Sondern Paare die Exklusivität, Erfahrung, Kreativität sowie Zuverlässigkeit schätzen.

Trotzdem regt mich der Umstand der Schwarzarbeit maßlos auf. Ungerechtigkeit konnte ich noch nie leiden und sage wir es mal nett, um einen Eklat mit der Handwerkskammer zu vermeiden, diese hat das Thema Schwarzarbeit nicht gerade auf ihrer Prioritätenliste, ganz im Gegenteil…

Von dieser Seite ist also keine Hilfe zu erwarten, da hilft nur Aufklärung!

Das Hochzeitsbudget ist auf jeden Fall bei jedem Brautpaar ein Thema, und die Versuchung jemand zu buchen, der auf den 1. Blick einen guten Job macht, und dabei noch sagenhaft günstig ist, aber eben kein Gewerbe hat, ist sicher hoch..

Zwei Sachen möchte ich dazu sagen.

1. Schwarzarbeit schadet am Ende jedem, einen kleinen Handwerksbetrieb kann sie sogar zerstören!
2. Wie viel Professionalität kann man von einem „Schwarzarbeiter“ erwarten?

Alleine diese Woche habe ich DREI kurzfristige Anfragen von mehr oder minder verzweifelten Brautpaaren für eine Hochzeitstorte bekommen. Alle in der Art von….“aus unglücklichen Umständen…., plötzlich nicht verfügbar…, klappt unerwartet doch nicht!“

Sorry ganz ehrlich, ich werde mir kein Bein ausreißen, weil ein „Hobbybäcker“ plötzlich lieber Urlaub machen möchte oder merkt das er sich übernommen hat.

Mit dieser Konsequenz, und im schlimmsten Fall ohne Hochzeitstorte dazustehen, damit muss man dann Leben, wenn eine Wahl des Dienstleisters sich in erster Linie über den günstigsten Preis entscheidet… Oder man (faule) Äpfel mit Birnen vergleicht!

Nachdenkliche Grüße
Heike Krohz

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Warum nicht jeder einfach so Hochzeits- und Motivtorten verkaufen kann…

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